
Wenn ein neues Dragon Age erscheint, hoffen Fans auf eine epische Rückkehr nach Thedas. Doch Dragon Age: The Veilguard sorgt bereits kurz nach dem Release für hitzige Debatten – zwischen Begeisterung über actionreiche Kämpfe und Enttäuschung über eine angeblich schwache Story.
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2024 ·
Entwickler: BioWare ·
Publisher: Electronic Arts ·
Nutzerbewertung (Beispiel): 6/10
Kurzüberblick
- Erscheint am 31. Oktober 2024 (games.ch (deutscher Testbericht))
- Entwickelt von BioWare, veröffentlicht von Electronic Arts (games.ch (deutscher Testbericht))
- Action-Kämpfe werden von IGN gelobt (IGN Deutschland (YouTube-Review))
- Offizielle Verkaufszahlen fehlen (PC Games Forum (Community-Diskussion))
- Definition von „woke“ ist umstritten (PC Games Forum (Community-Diskussion))
- Ob negative Stimmen die Mehrheitsmeinung sind, bleibt offen (PC Games Forum (Community-Diskussion))
- Ankündigung 2022, Veröffentlichung Oktober 2024 (games.ch (deutscher Testbericht))
- Erste Reviews und Community-Reaktionen ab November 2024 (IGN Deutschland (YouTube-Review))
- Debatte über Inklusivität und Spielqualität hält an (PC Games Forum (Community-Diskussion))
- Langzeitverkäufe werden über Erfolg entscheiden (GamePro (deutsches Spielemagazin))
Die folgenden technischen Daten fassen die wichtigsten Eckdaten des Spiels zusammen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| Entwickler | BioWare |
| Publisher | Electronic Arts |
| Genre | Action-Rollenspiel |
| Plattformen | PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S |
| Nutzerbewertung (Beispiel) | 6/10 |
Ist Dragon Age Veilguard wirklich ein gutes Spiel?
Sechs Jahre nach Dragon Age: Inquisition sollte The Veilguard die Serie neu beleben. Die Antwort auf die Qualitätsfrage fällt jedoch extrem polarisiert aus: Während professionelle Kritiker die gelungene Inszenierung loben, sprechen viele Spieler von Langeweile und Mittelmaß.
Was sagen Kritiker?
- IGN Deutschland hebt die „unterhaltsamen Action-Kämpfe“ und die „tolle Inszenierung“ hervor.
- GamePro beschreibt das vielschichtige Entscheidungssystem als Stärke.
- Das PC Games Forum führt das Spiel dagegen in Diskussionen als „Flop“.
Die extreme Kluft zwischen professionellen Bewertungen und Community-Meinungen ist ungewöhnlich – selten gehen die Lager bei einem Blockbuster so weit auseinander. Das deutet darauf hin, dass nicht die technische Qualität, sondern die Erwartungshaltung der Spieler das Problem ist.
Diese Polarisierung ist kein Zufall. Wer actionorientierte Rollenspiele mit schnellem Kampf mag, wird das Spiel lieben. Wer sich ein tiefes, taktisches Dragon Age wie früher wünscht, wird enttäuscht.
Warum ist Dragon Age Veilguard gescheitert?
Der Vorwurf des „Flops“ kommt nicht von ungefähr – doch woran genau ist das Spiel gescheitert? Die Ursachen sind vielschichtig.
Kommerzieller Misserfolg
- Offizielle Verkaufszahlen von Electronic Arts liegen nicht vor, was Spekulationen nährt.
- Das PC Games Forum führt das Spiel auf einer Liste kommerzieller Flops.
- Der Spieleentwickler BioWare sieht sich nach dem schwachen Anthem erneut mit Kritik konfrontiert (Gamers Palace (deutscher Test)).
Keine offiziellen Zahlen zu haben, ist verdächtig – wenn ein Spiel erfolgreich ist, vermeldet EA das meist lautstark. Das Schweigen ist hier das lauteste Signal.
Gründe für das Scheitern
Sieben wiederkehrende Kritikpunkte tauchen in Foren immer wieder auf: Die Abkehr vom taktischen Kampfsystem, die schwache Hauptstory, fehlende Entscheidungsfreiheit, künstliche Charaktere, technische Probleme, mangelnde Wiederspielbarkeit und die als aufdringlich empfundene Inklusivität. Auffällig ist, dass die ersten sechs Punkte auch bei früheren Dragon Age-Titeln kritisiert wurden – der siebte Punkt ist neu und dominiert die aktuelle Debatte.
War Dragon Age Veilguard ein Erfolg?
Kommerzieller Erfolg und künstlerische Qualität sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Bei The Veilguard ist beides umstritten.
Vergleich mit früheren Dragon Age-Titeln
Ein Blick auf die Vorgänger zeigt das Problem: Dragon Age: Origins (2009) gilt als Meilenstein, Dragon Age 2 (2011) als enttäuschend, Inquisition (2014) als gelungener Neustart. The Veilguard reiht sich in die umstrittene Mitte ein – kein klares Meisterwerk, aber auch kein kompletter Reinfall.
Kritiker- vs. Spielerbewertung
games.ch vergibt 8/10 Punkte. IGN Deutschland lobt die Kämpfe. Beispielhafte Nutzer geben dagegen 6/10 – ein deutliches Zeichen für die Kluft zwischen Profis und Community.
Ein Spiel, das professionell als „stark“ bewertet wird, aber in der Spielerbasis als „Flop“ gilt – das ist kein Widerspruch, sondern ein Symptom für eine gespaltene Zielgruppe. BioWare muss entscheiden, wen es ansprechen will: die alten Fans oder neue Spieler.
Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. Dragon Age: The Veilguard ist kein kommerzieller Reinfall, aber auch kein Überflieger. Der Erfolg wird sich erst in den nächsten Monaten an den Langzeitverkäufen messen lassen.
Ist das neue Dragon Age woke?
Die „Woke“-Debatte ist der dominierende Vorwurf in Foren und sozialen Medien. Was genau ist gemeint?
Was bedeutet „woke“ in diesem Kontext?
Der Begriff ist schwammig. In der Gaming-Community umfasst er meist übertriebene Inklusivität, politische Botschaften in Spielen und die Darstellung von Randgruppen. Im Fall von Veilguard kritisieren Gegner die als künstlich empfundene Diversität der Charaktere.
Kritik an inklusiven Inhalten
- Das PC Games Forum diskutiert, ob die Inklusivität „aufgesetzt“ wirkt.
- Ein Reddit-Thread fragt konkret: „Was genau ist woke an Veilguard?“ – die Antworten reichen von Charakterdesign bis zu Dialogoptionen.
Vergleich mit Dragon Age Origins
Interessanterweise war Dragon Age: Origins bereits 2009 progressiv: weibliche Krieger, homosexuelle Romanzen und ein Ende, das die Grauzonen der Moral zeigte. Der Unterschied: Damals galten diese Elemente als „erwachsen“ und „mutig“, heute werden ähnliche Inhalte als „woke“ abgestempelt.
Die Debatte zeigt: Was früher als erzählerische Tiefe galt, wird heute von Teilen der Community als politisches Statement gelesen.
Ist Dragon Age LGBTQ?
Die Dragon Age-Reihe hat eine lange Tradition offener LGBTQ-Repräsentation – The Veilguard setzt diese fort.
LGBTQ-Charaktere und Romanzen
- Bereits Dragon Age: Origins bot gleichgeschlechtliche Romanzen an.
- Dragon Age: Inquisition führte diverse Begleiter wie Dorian (schwul) und Krem (trans) ein.
- The Veilguard setzt diesen Weg fort mit mehreren queeren Charakteren und Romanzen – IGN Deutschland bestätigt die emotionale Tiefe der Begleiter.
Historisch offene Darstellung in der Serie
Ein YouTube-Kanal trägt den Titel „Dragon Age Is Gay“ – und fasst damit zusammen, was Fans der Serie seit 15 Jahren wissen: Die Reihe hat LGBTQ-Charaktere nie als Zufall oder Marketing-Trick behandelt, sondern als selbstverständlichen Teil der Welt. Das ist keine neue Entwicklung in Veilguard, sondern eine Kontinuität.
Die Implikation: Wer Dragon Age: The Veilguard wegen „Wokeness“ kritisiert, müsste konsequenterweise auch die Vorgänger ablehnen. Dass viele das nicht tun, zeigt, dass der Vorwurf oft ein vorgeschobener Grund für eine allgemeine Unzufriedenheit ist.
„Dragon Age: The Veilguard ist die Art Spiel, die mich in die Serie eingeführt hat – obwohl ich vorher keinen Dragon Age-Titel gespielt hatte.“
Gamers Palace (deutscher Spieletest)
„Das Spiel ist unglaublich langweilig und mittelmäßig – das schlechteste Spiel seit Jahren.“
PC Games Forum (Community-Stimme)
„Die Cutscenes und Charakterdarstellung sind hochwertig, emotional und nuanciert – das ist die wahre Stärke des Spiels.“
IGN Deutschland (Spielejournalisten)
„Die Begleitercharaktere haben ihre eigenen, weitreichenden Story-Bögen – selten war ein Team in Dragon Age so lebendig.“
Gamers Palace (deutscher Test)
Fazit: Was bleibt von Dragon Age: The Veilguard?
Das Spiel polarisiert wie kaum ein anderer Titel 2024. Es ist kein Meisterwerk, aber auch kein Desaster – es ist ein solides Action-Rollenspiel mit großartigen Kämpfen und Charakteren, das aber an hohen Erwartungen und einer gespaltenen Community leidet. Für deutsche Spieler, die Dragon Age seit 2009 verfolgen, ist die Entscheidung klar: Wer actionreiche Kämpfe und emotionale Geschichten sucht, wird belohnt. Wer taktische Tiefe und klassisches Dragon Age erwartet, wird enttäuscht.
- Actionreiche, flüssige Kämpfe
- Hochwertige Inszenierung und Cutscenes
- Emotionale Begleiter mit eigenen Story-Bögen
- Vielschichtiges Entscheidungssystem
- Schwache Hauptstory
- Mangelnde taktische Tiefe
- Als aufgesetzt empfundene Inklusivität
- Geringe Wiederspielbarkeit
Wer das Spiel ohne zusätzliche Kosten erleben möchte, kann es im Rahmen des PS Plus März 2025 im Abonnement erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert Dragon Age: The Veilguard?
Ein Platin-Durchlauf dauert laut Gamers Palace rund 65 Stunden, die Hauptstory ist kürzer.
Welche Plattformen werden unterstützt?
PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S.
Kann ich Dragon Age: The Veilguard auf Deutsch spielen?
Ja, das Spiel bietet deutsche Texte und Sprachausgabe.
Gibt es Romanzen mit bestimmten Charakteren?
Ja, mehrere Begleiter bieten Romanzen an, darunter gleichgeschlechtliche Optionen.
Ist das Spiel ein direkter Nachfolger von Dragon Age: Inquisition?
Ja, die Story setzt direkt an, aber mit neuen Protagonisten.
Welche Klassen und Fähigkeiten gibt es?
Das Spiel bietet Krieger, Magier und Schurken mit eigenen Fähigkeitenbäumen.
Ist Dragon Age: The Veilguard für Einsteiger geeignet?
Ja, Gamers Palace berichtet, dass der Autor ohne Vorkenntnisse in die Serie fand.
Verwandte Beiträge: Xbox Series X Halo Edition · Samsung Galaxy S25 Test



