Eigentlich sollte es nur eine zweite Single vom neuen Album sein. Doch „Josephine“ wurde für Chris Rea zu einer ganz persönlichen Hymne – und zu einem der meistgespielten Stücke seiner Karriere. Der Song aus dem Jahr 1985 verbindet eine eingängige Melodie mit einer doppelten Bedeutung: Er ist sowohl eine Liebeserklärung an die Tochter des Sängers als auch ein kluger Verweis auf eine berühmte Redewendung.

Künstler: Chris Rea ·
Album: Shamrock Diaries ·
Veröffentlichungsdatum: 22. Juni 1985 ·
Chartplatzierung (UK): #12

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Der Song bleibt ein Live-Klassiker und wird immer wieder neu aufgelegt Last.fm (Community-Wiki)
  • Es gibt mindestens acht verschiedene Versionen des Songs Wikipedia (Musiklexikon)

Fünf zentrale Fakten über Chris Rea und seine Musik auf einen Blick.

Eigenschaft Wert
Künstler Chris Rea
Geburtsdatum 4. März 1951
Herkunft Middlesbrough, England (irische Mutter)
Bekannteste Hits Josephine, Driving Home for Christmas
Kinder Mehrere, darunter Tochter Josephine

Wie entstand Chris Reas Lied „Josephine“?

Die Entstehungsgeschichte von „Josephine“ beginnt im Frühjahr 1985, als Chris Rea an seinem vierten Studioalbum Shamrock Diaries arbeitete – ein Album, das stark von seinen irischen Wurzeln geprägt war. Laut dem deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag über den Künstler schrieb Rea den Song selbst und nahm ihn zusammen mit seiner Band auf Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag). Die Single wurde am 22. Juni 1985 veröffentlicht, wie die englische Wikipedia-Seite zum Song bestätigt Wikipedia (Musiklexikon).

Die Inspiration für „Josephine“

  • Rea selbst sagte später über den Song, er sei immer „auf dem dritten Stock des Intercontinental Hotel in Düsseldorf“ und es regne dort, wenn er ihn singe Wikipedia (Musiklexikon).
  • Nach einer Begegnung mit einem Plattenmanager in Paris, der die Disco-Akkorde des Songs mochte, nahm Rea eine Demo-Clubversion auf Wikipedia (Musiklexikon).

Aufnahme und Veröffentlichung

Die Originalversion erschien auf Shamrock Diaries (1985). Später, durch die Vermittlung von DJ Paul Oakenfold, entstand eine Club-Version, die als „Josephine (La Version Française)“ veröffentlicht wurde und den Song in der Acid-House-Szene etablierte Wikipedia (Musiklexikon) Wikipedia (Künstlerprofil).

Rezeption und Chart-Erfolg

  • In den UK-Charts erreichte „Josephine“ Platz 12 Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).
  • In Frankreich und den Niederlanden schaffte es die Single sogar in die Top 10 Wikipedia (Musiklexikon).

Das Muster: Der Song erreichte in Kontinentaleuropa höhere Chartpositionen als in Großbritannien – ein Hinweis auf seine besondere Anziehungskraft jenseits des Heimatmarktes.

Die Überraschung

Ein persönlicher Song über die Tochter wird zum Club-Hit – dank eines DJs und einer französischen Version. Das zeigt, wie sehr ein Künstler den Moment nutzen kann.

Das Muster: „Josephine“ funktioniert in zwei Welten: als intime Ballade über ein Kind und als Dancefloor-freundliche Club-Nummer. Diese Doppelidentität sichert dem Song eine außergewöhnliche Langlebigkeit.

Hat Chris Rea „Josephine“ seiner Tochter gewidmet?

Die Frage nach der Widmung ist der emotionale Kern des Songs. Laut der englischen Wikipedia-Seite wurde der Song für Chris Reas Tochter gleichen Namens geschrieben Wikipedia (Musiklexikon). Die deutschsprachige Biografie bestätigt: „Josephine“ sei seiner gleichnamigen Tochter gewidmet Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag). Die hr1-Andacht von 2015 ergänzt, dass Josephine 1983 geboren wurde und zum Zeitpunkt der Songveröffentlichung etwa zwei Jahre alt war Kirche im HR (Andachtssendung).

Die Tochter Josephine

  • Josephine ist das erste Kind von Chris Rea, geboren 1983 Kirche im HR (Andachtssendung).
  • 1993 benannte Rea einen weiteren Song auf dem Album Espresso Logic nach seiner jüngsten Tochter Julia Wikipedia (Musiklexikon).

Persönliche Bedeutung für Chris Rea

Rea selbst hat in Interviews betont, dass der Song eine sehr persönliche Note habe. Die hr1-Andacht deutet „Josephine“ als ein Lied über ein kleines Mädchen, das nach einem „himmlischen Happy End“ sucht Kirche im HR (Andachtssendung). Die Widmung ist also nicht nur eine Geste, sondern wird im Text greifbar.

Die Implikation: Der Song ist mehr als eine bloße Widmung – er verarbeitet die kindliche Wahrnehmung der Welt, was ihn für viele Hörer universell anschlussfähig macht.

Der Widerspruch

Trotz der klaren Quellenlage bleibt ein Rest Unsicherheit: Spielt der Titel auch bewusst auf die Redewendung „not tonight Josephine“ an? Rea selbst hat die Doppeldeutigkeit nie ganz aufgelöst. Für Hörer ist der Song beides – Familienliebe und cleveres Wortspiel.

Was das bedeutet: Für Fans der Familie Rea steht die Widmung außer Frage. Für Musikhistoriker bleibt die zweite Bedeutungsebene als literarischer Kniff reizvoll. Der Song gewinnt dadurch an Tiefe.

Die Bedeutung von „Josephine“ – zwischen Song und Redewendung

Der Titel „Josephine“ ruft unweigerlich die Redewendung „not tonight Josephine“ wach – eine Ablehnungsformel, die angeblich auf Kaiser Napoleon zurückgeht, der seiner Frau Joséphine de Beauharnais mehrfach mit diesen Worten eine gemeinsame Nacht verweigerte. Die historische Anekdote ist nicht eindeutig belegt, aber seit dem 19. Jahrhundert fest im Sprachgebrauch verankert Wikipedia (Musiklexikon).

Wer sang „Josephine“ zuerst und welche Coverversionen gibt es?

Chris Rea veröffentlichte die Originalversion 1985. Seither gibt es laut Wikipedia mindestens acht verschiedene Versionen des Songs Wikipedia (Musiklexikon). Bekannte Cover stammen unter anderem von der französischen Sängerin Françoise Hardy und der norwegischen Band Sissel Kyrkjebø. Die französische Version („La Version Française“) wurde 1992 zu einem Club-Hit Wikipedia (Musiklexikon).

Was bedeutet die Redewendung „not tonight Josephine“?

Die Phrase wird umgangssprachlich verwendet, um eine Bitte oder Aufforderung abzulehnen – oft mit einem Schmunzeln. Der genaue historische Ursprung ist unsicher, aber die Verbindung zu Napoleon ist populär Kirche im HR (Andachtssendung).

Zusammenhang zwischen Song und Phrase

Rea selbst hat nie bestätigt, dass der Titel absichtlich auf die Redewendung anspielt. Dennoch ist die Assoziation für viele Hörer unvermeidlich – und macht den Song zu einem doppelbödigen Pop-Phänomen. Die Mehrdeutigkeit ist vermutlich ein Grund für seine Popularität.

Der Knackpunkt: Wer die Redewendung kennt, hört den Song mit einem Augenzwinkern. Wer die Widmung kennt, hört die Zärtlichkeit. Beides ist legitim.

Das Paradox

Ein Lied, das ein kleines Mädchen feiert, trägt den gleichen Namen wie eine Ablehnungsfloskel aus dem 19. Jahrhundert. Diese Spannung macht „Josephine“ zu einem intelligenten Popsong – und zu einem Rätsel.

Chris Reas größte Hits und sein bekanntestes Lied

Obwohl Chris Rea mit „Josephine“ einen zeitlosen Klassiker schuf, ist sein bekanntestes Lied in Deutschland wohl „Driving Home for Christmas“ Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag). Die hn1-Hitliste seiner erfolgreichsten Singles umfasst außerdem „Fool (If You Think It’s Over)“, „The Road to Hell“ und „Let’s Dance“.

Die bekanntesten Songs von Chris Rea

Die folgende Tabelle zeigt die vier erfolgreichsten Singles im Überblick.

Song Jahr Chart-Höchstposition (UK)
Josephine 1985 #12
Driving Home for Christmas 1986 #53 (1990er-Jahre)
Fool (If You Think It’s Over) 1978 #1
The Road to Hell 1989 #10

Josephine im Vergleich zu anderen Hits

  • „Josephine“ ist der persönlichste Song Reas, da er der Tochter gewidmet ist Wikipedia (Musiklexikon).
  • Er erreichte Platz 12 in den UK-Charts – ein respektabler Erfolg, aber nicht sein größter Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).

Charterfolge und Vermächtnis

Chris Rea verkaufte weltweit über 30 Millionen Alben. „Josephine“ bleibt ein fester Bestandteil seiner Live-Shows und wird oft als Zugabe gespielt. Die Vielfalt an Versionen – von der Ballade bis zum Club-Remix – sichert dem Song eine dauerhafte Präsenz Last.fm (Community-Wiki).

Das Muster: „Josephine“ ist kommerziell nicht Reas größter Hit, aber emotional sein bedeutendster – ein Song, der durch seine persönliche Note über die Jahrzehnte hinweg Bestand hat.

Fazit: Chris Rea hat viele Hits, aber „Josephine“ ist sein emotionalster. Für Fans der Familie ist es die schönste Widmung, für Musikliebhaber ein clever konstruierter Popsong. Neulinge: Hören Sie zuerst die Originalversion von 1985. Sammler: Entdecken Sie die Club-Version von 1992.

Chris Reas Leben: Von irischen Wurzeln bis zu Gesundheitsproblemen

Chris Rea wurde am 4. März 1951 in Middlesbrough, England, als Sohn einer irischen Mutter geboren Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag). Seine Mutter prägte seine Liebe zur irischen Musik, die sich später im Album Shamrock Diaries widerspiegelte. Rea hat mehrere Kinder, darunter Tochter Josephine (geboren 1983) und Julia (geboren 1989) Kirche im HR (Andachtssendung).

Irische Herkunft und Mutter

  • Seine Mutter war Irin Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).
  • Die irischen Wurzeln inspirieren das Album Shamrock Diaries Wikipedia (Künstlerprofil).

Familie und Kinder

  • Tochter Josephine (1983) und Julia (1989) sind die beiden bekannten Kinder Kirche im HR (Andachtssendung).
  • Rea war zweimal verheiratet und hat insgesamt drei Kinder Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).

Gesundheitliche Herausforderungen

In den 1990er-Jahren kämpfte Chris Rea mit einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung, die mehrere Operationen erforderte und seine Karriere vorübergehend stoppte Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag) Kirche im HR (Andachtssendung). Seit den 2010er-Jahren tritt er wieder regelmäßig auf. Die deutschsprachige Wikipedia listet seinen Todestag mit 22. Dezember 2025 – diese Angabe ist jedoch nicht durch andere Quellen bestätigt und sollte mit Vorsicht betrachtet werden Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).

Die Ungewissheit: Das Sterbedatum ist bislang nur durch einen einzelnen Wikipedia-Eintrag belegt – eine verlässliche Bestätigung steht noch aus.

Die Ungewissheit

Die deutschsprachige Wikipedia gibt ein Sterbedatum an, das offenbar nicht von anderen seriösen Quellen gestützt wird. Bis zur offiziellen Bestätigung bleibt diese Information spekulativ.

Das Fazit: Chris Reas Leben ist eine Mischung aus künstlerischem Erfolg, familiärer Verbundenheit und gesundheitlichen Kämpfen. Die Tatsache, dass sein Todestag bislang nur auf einem Quellen-Eintrag beruht, zeigt die Notwendigkeit einer verlässlichen Berichterstattung.

Zeitleiste: Chris Rea und „Josephine“

  • 1951: Chris Rea wird in Middlesbrough geboren Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).
  • 1983: Geburt seiner Tochter Josephine Kirche im HR (Andachtssendung).
  • 1985: Veröffentlichung der Single „Josephine“ am 22. Juni Wikipedia (Musiklexikon).
  • 1986: „Josephine“ erreicht Platz 12 der UK-Charts Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).
  • 1990er: Chris Rea erkrankt an Bauchspeicheldrüsenentzündung Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).
  • 1992: Veröffentlichung von „Josephine (La Version Française)“ Wikipedia (Musiklexikon).

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Chris Rea hat eine Tochter namens Josephine Wikipedia (Musiklexikon).
  • Der Song erschien 1985 auf Shamrock Diaries Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).
  • Die Redewendung „not tonight Josephine“ existiert seit dem 19. Jahrhundert Wikipedia (Musiklexikon).
  • Es gibt mindestens acht Versionen des Songs Wikipedia (Musiklexikon).

Was unklar ist

  • Ob der Song direkt von der Tochter oder von der Redewendung inspiriert ist Kirche im HR (Andachtssendung).
  • Der genaue Ursprung der Redewendung ist historisch nicht eindeutig belegt Wikipedia (Musiklexikon).
  • Das Sterbedatum 22. Dezember 2025 ist nur durch Wikipedia belegt Wikipedia (deutschsprachiger Eintrag).

Stimmen zu „Josephine“

„Es war immer auf dem dritten Stock des Intercontinental Hotel in Düsseldorf und es regnete dort, wenn ich es sang.“

– Chris Rea im Interview Wikipedia (Musiklexikon)

„Josephine sucht nach einem himmlischen Happy End. Es ist ein Lied über ein kleines Mädchen, das nach der Geburt seiner Schwester versteht, dass die Welt nicht nur aus Sonnenschein besteht.“

– Aus der hr1-Andacht 2015 Kirche im HR (Andachtssendung)

Warum „Josephine“ mehr ist als nur ein Popsong

„Josephine“ vereint alles, was Chris Rea ausmacht: eine eingängige Melodie, eine persönliche Widmung und einen klugen kulturellen Verweis. Der Song hat die 1980er-Jahre überlebt, weil er zwei Ebenen gleichzeitig bedient – die emotionale und die intellektuelle. Für deutsche Hörer, die den Song vielleicht nur als Weihnachtslied-Kenner kennen, lohnt sich ein zweiter Blick: Hier steckt Familiengeschichte, eine Prise Napoleon und ein Stück Musikgeschichte. Wer also das nächste Mal „Josephine“ hört, kann zwischen den Zeilen mithören – und wird den Song nie wieder so hören wie zuvor.

Für Fans der Musik von Chris Rea ist die Entscheidung klar: Kaufen Sie das Album Shamrock Diaries und erleben Sie den Song im Original-Kontext. Oder streamen Sie die Club-Version von 1992 – und tanzen Sie zu einer Hymne, die eigentlich für ein kleines Mädchen geschrieben wurde.

Ein tieferer Einblick in die Entstehungsgeschichte des Songs zeigt, wie persönlich die Widmung an seine Tochter tatsächlich ist.

Häufig gestellte Fragen

Ist Josephine das bekannteste Lied von Chris Rea?

Nein, das bekannteste ist vermutlich „Driving Home for Christmas“, aber „Josephine“ gehört zu seinen meistgespielten Songs.

Auf welchem Album ist Josephine enthalten?

Auf dem Album Shamrock Diaries (1985).

Welche Coverversionen von Josephine gibt es?

Es gibt Versionen von Françoise Hardy, Sissel Kyrkjebø sowie eine Club-Version „La Version Française“.

Wie alt ist Chris Rea heute?

Chris Rea wurde am 4. März 1951 geboren. Die Angabe eines Sterbedatums (22. Dezember 2025) ist nicht gesichert.

Hat Chris Rea Josephine live gespielt?

Ja, der Song ist fester Bestandteil seiner Live-Shows und wird oft als Zugabe gespielt.

Wo kann man Josephine anhören?

Auf allen Streaming-Plattformen, als Single oder auf dem Album Shamrock Diaries.

Gibt es eine deutsche Übersetzung von Josephine?

Ja, der Text wurde gelegentlich übersetzt, aber es gibt keine offizielle deutschsprachige Version von Chris Rea.

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