
Das Finale der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen 2023 in Dänemark endete mit einer historischen Revanche. Frankreich besiegte Norwegen am 17. Dezember 2023 in Herning mit 31:28 und sicherte sich damit den dritten WM-Titel der Verbandsgeschichte. Die Partie stellte eine Neuauflage des Endspiels von 2021 dar, bei dem Norwegen noch mit 29:22 triumphiert hatte – diesmal kehrten sich die Rollen jedoch um.
Die französischen Olympiasiegerinnen dominierten über weite Strecken dank einer herausragenden Defensivleistung und deutlich weniger technischer Fehler als der Gegner. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zogen sie zur Halbzeit auf 20:17 davon und setzten sich trotz einer späten Aufholjagd der Norwegerinnen letztlich mit drei Toren durch berichtete der Spiegel.
Ergebnis des Frauen-Handball-WM-Finales
Frankreich
Norwegen
31:28 (20:17)
17.12.2023, Herning
- Frankreich gewann seinen dritten WM-Titel nach 2003 und 2017
- Das Finale war die exakte Umkehrung des Endspiels von 2021 (damals 29:22 für Norwegen)
- Die Französinnen zeigten eine deutlich stabilere Defensive mit weniger technischen Fehlern
- Norwegen produzierte ungewöhnlich viele Ballverluste und fand im Angriff kaum Rhythmus
- Die 20-jährige Spielmacherin Lena Grandveau erzielte den Siegtreffer in der 59. Minute
- Beide Mannschaften waren bereits für die Olympischen Spiele 2024 in Paris qualifiziert
- Deutschland beendete das Turnier auf dem sechsten Platz
| Fakt | Details |
|---|---|
| Gewinner | Frankreich |
| Endstand | 31:28 (20:17) |
| Datum | 17. Dezember 2023 |
| Uhrzeit | 19:00 Uhr |
| Austragungsort | Herning, Dänemark |
| Halbzeitstand | 20:17 für Frankreich |
| Beste Werferin Frankreich | Tamara Horacek, Lena Grandveau (je 5 Tore) |
| Beste Werferin Norwegen | Nora Mørk (8 Tore) |
| Bedeutung | Dritter WM-Titel für Frankreich |
| Vorjahresvergleich | 2021 gewann Norwegen 29:22 gegen Frankreich |
Spielverlauf und Highlights
Ausgeglichener Beginn und französische Kontrolle
Die erste Halbzeit begann ausgeglichen. Nora Mørk brachte Norwegen in der 8. Minute mit 4:3 in Führung, doch Frankreich fand schnell ins Spiel. Nach dem Ausgleich durch Orlane Kanor und Chloé Valentini übernahmen die Französinnen die Kontrolle. Kanor sorgte für den 11:10-Führungswechsel, während Norwegens Halbfinale-Topscorerin Henny Reistad, die zuvor 15 Treffer erzielt hatte, nicht zur Entfaltung kam berichtete Handball-World. Mit 20:17 ging es in die Pause.
Norwegens Aufholjagd und die Entscheidung
In der zweiten Hälfte dominierte Frankreich zunächst weiter. Die Defensive mit zahlreichen Stoppfouls und Ballgewinnen schien das Spiel früh zu entscheiden. Etwa 20 Minuten vor Schluss führten die Französinnen komfortabel, doch Norwegen kämpfte sich zurück. Nach 50 Minuten gelang Camilla Herrem der 26:25-Anschlusstreffer.
Die endgültige Entscheidung fiel in den letzten Minuten. Nze Minkos Treffer zum 29:25 in der 54. Minute stellte einen wichtigen Puffer her. Die 20-jährige Lena Grandveau besiegelte schließlich mit dem 31:28 in der 59. Minute den französischen Weltmeistertitel.
Wichtige Spielerinnen und Statistiken
Torgefahr auf beiden Seiten
Für Frankreich teilten sich Tamara Horacek und Lena Grandveau den Titel der besten Werferinnen mit jeweils fünf Treffern. Auf norwegischer Seite war Nora Mørk mit acht Toren die erfolgreichste Akteurin, konnte die Niederlage jedoch nicht verhindern.
Defensive als Schlüsselfaktor
Entscheidend für den Ausgang war die Fehlerquote. Frankreich erreichte den Titel mit der bei weitem geringeren Anzahl technischer Fehler. Norwegen leistete sich ungewöhnlich viele Ballverluste und blieb im Positionsangriff weit unter den eigenen Standards. Auch die Torwartleistung war relevant: Hatadous Sako bot der norwegischen Torhüterin Katrine Lunde Paroli, die mehrere Siebenmeter parierte.
Ein zentraler Faktor für den französischen Erfolg war die Disziplin im Spielaufbau. Während Norwegen durch Ballverluste Selbstvertrauen verschenkte, blieb Frankreich auch in Drucksituationen stabil und setzte die Chancen effizient um.
Weg zum Finale und olympische Perspektiven
Halbfinalsiege gegen Schweden und Dänemark
Frankreich erreichte das Endspiel durch einen überzeugenden 37:28-Sieg gegen Schweden, das zuvor Deutschland aus dem Turnier geworfen hatte. Norwegen musste sich im Halbfinale mehr kämpfen: Erst nach Verlängerung setzte sich die Mannschaft mit 29:28 gegen Gastgeber Dänemark durch protokollierte die WA Mediengruppe.
Auswirkungen auf die Olympia-Qualifikation
Frankreich als Gastgeber und Norwegen als Europameister hatten ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024 in Paris bereits vor dem Finale sicher. Durch den zweiten Platz erhielt Norwegen als WM-Vizemeister einen weiteren direkten Olympia-Platz. Dänemark rückte als EM-Zweiter und WM-Dritter nach einem 28:27-Sieg gegen Schweden im Spiel um Bronze ins Teilnehmerfeld nach.
Das deutsche Team beendete die Weltmeisterschaft auf dem sechsten Platz. Im Spiel um Platz fünf unterlag die DHB-Auswahl den Niederlanden mit 26:30 (7:16) berichtete der DHB.
Chronologie des Finalwochenendes
- Halbfinale – Frankreich besiegt Schweden 37:28
- Halbfinale – Norwegen besiegt Dänemark 29:28 n.V.
- Spiel um Bronze – Dänemark gewinnt 28:27 gegen Schweden
- Final-Anwurf in Herning
- 8. Minute: Nora Mørk erzielt das 4:3 für Norwegen
- 11:10: Orlane Kanor dreht das Spiel für Frankreich
- Halbzeit: 20:17 für Frankreich
- 50. Minute: Camilla Herrem verkürzt auf 26:25
- 54. Minute: Nze Minko trifft zum 29:25
- 59. Minute: Lena Grandveau markiert den Endstand 31:28
Gesicherte Fakten und unklare Details
Bestätigte Informationen
- Endstand: Frankreich 31:28 Norwegen (Halbzeit 20:17)
- Datum und Uhrzeit: 17. Dezember 2023, 19:00 Uhr MEZ
- Austragungsort: Herning, Dänemark
- Topscorerinnen: Nora Mørk (8), Tamara Horacek (5), Lena Grandveau (5)
- Halbfinaleergebnisse: Frankreich 37:28 Schweden, Norwegen 29:28 n.V. Dänemark
- Bronzematch: Dänemark 28:27 Schweden
Unvollständige oder unsichere Angaben
- Offizielle Zuschauerzahl in der Arena (nicht in den primären Quellen genannt)
- Offizielle MVP-Auszeichnung des Finalspiels (nicht explizit dokumentiert)
- Genaue Ballverluststatistik beider Mannschaften (nicht veröffentlicht)
- Detaillierte Paradenstatistik der Torhüterinnen (unvollständig)
Historischer Kontext und Bedeutung
Der Sieg Frankreichs markierte die dritte Weltmeisterschaft der „Equipe Tricolore“ nach 2003 und 2017. Die Partie war zugleich die vierte Finalbegegnung zwischen den beiden Handball-Nationen auf WM-Ebene. Während Norwegen mit vier WM-Titeln weiterhin mehr Erfolge vorzuweisen hat, schaffte Frankreich den wichtigen Befreiungsschlag nach der Finalniederlage 2021.
Für den internationalen Handball bedeutete das Turnier die Festigung der nordeuropäischen Dominanz, wobei Frankreich als nicht-skandinavische Mannschaft eine wichtige Ausnahme darstellt. Weitere internationale Sportanalysen finden sich unter anderem in der Classifica di Società Sportiva Calcio Napoli – Serie A Meister 2024/25.
Quellenlage und Berichterstattung
Die primäre Berichterstattung stützt sich auf Informationen der Internationalen Handballföderation (IHF) sowie auf Sportsendungen und Fachportale. Detaillierte Spielprotokolle wurden von Handball-World und der WA Mediengruppe veröffentlicht. Die internationale Handball-Datenbank ihf.info sowie die Wikipedia-Seite zur WM 2023 bieten zusätzliche historische Einordnungen.
Zusammenfassung
Das Frauen-Handball-WM-Finale 2023 endete mit einem 31:28-Sieg Frankreichs über Norwegen. Die Französinnen profitierten von einer stabilen Defensive, geringerer Fehlerquote und einer starken Teamleistung, während Norwegen trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd zu viele Ballverluste produzierte. Mit dem dritten Titel festigte Frankreich seine Position im internationalen Spitzenhandball. Ausführliche Details zum Turnierverlauf bietet der Bericht Frauen Handball WM Finale 2023 – Ergebnis, Sieger und Highlights.
Häufig gestellte Fragen
Wer hat das Frauen-Handball-WM-Finale 2023 gewonnen?
Frankreich besiegte Norwegen mit 31:28 und sicherte sich den dritten WM-Titel.
Was war das genaue Ergebnis und der Halbzeitstand?
Das Spiel endete 31:28 für Frankreich. Zur Halbzeit führte Frankreich bereits mit 20:17.
Wann und wo fand das Finale statt?
Die Partie wurde am 17. Dezember 2023 um 19:00 Uhr in Herning, Dänemark, ausgetragen.
Wer war die beste Werferin im Finale?
Für Norwegen erzielte Nora Mørk acht Tore. Bei Frankreich teilten sich Tamara Horacek und Lena Grandveau mit je fünf Treffern den Spitzenplatz.
Wie qualifizierten sich die Teams für das Finale?
Frankreich gewann das Halbfinale gegen Schweden mit 37:28. Norwegen besiegte Gastgeber Dänemark nach Verlängerung mit 29:28.
Welche Bedeutung hatte das Finale für die Olympischen Spiele 2024?
Beide Finalisten waren bereits für Paris 2024 qualifiziert. Norwegen erhielt als Vizeweltmeister einen direkten Olympia-Startplatz.
Wann findet die nächste Frauen-Handball-WM statt?
Die Weltmeisterschaft 2025 ist für November/Dezember 2025 in Deutschland und den Niederlanden geplant. Das Finale ist für den 13. oder 14. Dezember 2025 vorgesehen.



